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Was macht eine gesunde Hundeernährung aus

Hundefutter wird in vielen Varianten angeboten. Doch das industriell gefertigte Futter entspricht oft nicht dem, was Hunde eigentlich brauchen. In diesem Artikel fassen wir die Dos und Don‘ts der gesunden Hundeernährung zusammen. Außerdem geben wir Tipps für leckere und gesunde Hundenahrung und Hundesnacks.

Die Grundlagen für gesundes Hundefutter: Das sollte man wissen

Der Hund stammt vom Wolf ab. Auch wenn schon viele Jahre zwischen der Geburt des ersten Hundes und der heutigen Generation liegen, haben beide Tiere noch viel gemeinsam. Das zeigt sich schon am Gebiss: Noch immer haben Hunde Reißzähne. Damit sind sie darauf ausgelegt, Beute zu reißen, festzuhalten und das Fleisch zu zerkleinern.
Natürlich braucht der Hund von heute nicht mehr zu jagen, um an seine Nahrung zu kommen. Weil er noch immer eine genetische Übereinstimmung von 98% mit dem Wolf aufweist, sollte Fleisch sein Hauptnahrungsmittel bleiben.
Getreide sollte nur in Ausnahmefällen gefüttert werden. Der Wolf frisst zu 95% Fleisch. Das heißt auch Hunden sollte man maximal 5% Getreide füttern. Zeigt der Hund, dass er Getreide nicht gut verträgt, sollte es lieber vermieden werden. Getreide kann nämlich Allergien auslösen.
Schaut man auf die Inhaltsstoffe von Fertigfutter, stellt man fest, dass nur wenige wirklich für Hunde geeignet sind. Weil pflanzliche Produkte wirtschaftlicher für die Unternehmen sind, werden diese gern verarbeitet. Auf Dauer schadet eine solche Ernährung dem Hund. Neben Allergien kann sogar das Verdauungssystem geschädigt werden.

Rohfütterung: Die Alternative zum Fertigfutter?

Wer sicherstellen möchte, dass sein Hund natürliches Futter bekommt, der bedient sich vielleicht besser der BARF-Methode. Hierbei handelt es sich um die sogenannte biologisch artgerechte Rohfütterung. Bei dieser wird nur rohes, noch unverarbeitetes Fleisch gefüttert.
Zu wissen, was der Hund frisst, ist nicht der einzige Vorteil dieser Methode: Dadurch, dass keine weiteren Stoffe zugesetzt werden, wird das Auslösen von Allergien umgangen. Da Fleisch besser als Getreide verdaut wird, vermeidet man damit auch weitere gesundheitliche Probleme wie etwa Magen-Darm-Erkrankungen. Und natürlich ist die Fütterung von Rohfleisch auch für das Gebiss des Hundes besser. Darauf ist es schließlich ausgelegt.
Wer barfen will, muss allerdings auf den richtigen Umgang mit dem Fleisch achten. Rohes Fleisch ist anfällig für Keime und Bakterien, die wiederum zu Krankheiten führen könnten. Außerdem muss man auf die Temperatur achten: Das Rohfleisch sollte etwa Zimmertemperatur haben, dann verträgt der Hund es am besten.
Manche Tiermediziner geben für die Anwendung dieser Methode zu Bedenken, dass rohes Fleisch nicht immer alle notwendigen Nährstoffe enthält, die ein Hund braucht. Hier könnten Calcium, Phosphor, oder Natrium fehlen. Fehlende Nährstoffe können ausgeglichen wenn man sehr genau auf die Zusammenstellung des Futters achtet. Ein gewisses Selbststudium ist hier erforderlich.

Hundewurst: Ausgewogene Hunde-Ernährung auch für Nicht-Experten

Wer sich nicht so gut mit der genauen Zusammensetzung von Fleisch auskennt, für den könnte Hundewurst die perfekte Alternative sein. Während viele Hundewurst als Snack kennen, kann diese auch als Hauptnahrung für den Hund verwendet werden.
Das hat den Vorteil, dass die Wurst oft schon mehrere Fleischsorten enthält. Diese bringen durch ihren unterschiedlichen Aufbau alle Nährstoffe mit sich, die der Hund braucht. Fehlende Stoffe werden durch Obst und Gemüse ersetzt. So braucht sich der Besitzer nicht so viel Wissen über die Zusammenstellung des Futters aneignen oder lange Portionen abwiegen. Die Hundewurst lässt sich nämlich einfach proportionieren.
Worauf man bei Hundewurst jedoch achten sollte, ist die Aufbewahrung: Viele Anbieter versprechen, dass die Hundewurst lange — manchmal bis zu einem Jahr — gelagert werden kann. Um das zu erreichen, müssen allerdings Konservierungsstoffe zugefügt werden. Diese sind nicht gut für den Hund und sollten vermieden werden.
Wirklich frische Hundewurst holt man deshalb am besten direkt beim Spezialisten. Dort kann man durchaus auch nachfragen, was in der Hundewurst steckt und wie diese zubereitet wird. Bei anderen Anbietern sollte man einen genaueren Blick auf die Liste mit den Inhaltsstoffen werfen.

Der große Vorteil bei Hundewurst ist der geringere Feuchtigkeitsanteil i Vergleich zur Dosennahrung. Bei Dosennahrung bezahlen Sie die Feuchtigkeit mit. Die Hundewurst ist konzentrierter. SOmit bezahlen Sie effektiv weniger für das Futter, da die Feuchtigkeit ganz einfach über die Wasserschüssel aufgenommen werden kann. Wasser kostet einen minimalen Bruchteil von Hundefutter.

So rückt die Hundewurst immer mehr in den Fokus von Hundebesitzern die ihren Hund kosteneffizient und gesund ernähren möchten.

Aber wie genau sieht gute Hundeernährung nun eigentlich aus?

Don’t Do That: Das sollte bei der Hundeernährung vermieden werden
Speisereste: Hundefutter sollte auch wirklich für Hunde sein. Nahrung, die für den Menschen gedacht ist, ist in aller Regel nicht für Hunde geeignet. Fertiggerichte enthalten Zusatzstoffe, die für Hunde giftig sind. Selbst frisch zubereitetem Essen sind normalerweise Gewürze zugefügt, die das Verdauungssystem des Hundes angreifen und so Langzeitschäden hervorrufen.
Zucker: Genau wie alle anderen Gewürze ist Zucker schädlich für Hunde. Während andere Gewürze in geringen Mengen noch vertretbar sind, sollte Zucker weder in der Hauptnahrung, noch in den Snacks des Hundes verwendet werden. Er enthält keine Nährstoffe und führt mehr Kalorien zu als der Hund braucht, sodass der Hund übergewichtig werden kann. Genau wie beim Menschen kann Zuckerkonsum zu Diabetes führen. Nicht zu vergessen, dass Zucker die Zähne angreift, die man dem Hund in der Regel nicht putzt.
Soja, Gluten, und Getreide: Diese Stoffe sollten nicht in der Hundenahrung enthalten sein. Sie führen zu Durchfall oder zu Allergien.
Ständiger Wechsel zwischen Herstellern und Futtersorten: Auch das sorgt beim Hund für Verdauungsprobleme. Besser ist es, sich einen Hersteller auszusuchen und bei diesem zu bleiben. Man kann aber zwischen verschiedenen Geschmackssorten wie Geflügel und Rind wechseln oder diese mischen. Zwischen Trocken- und Nassfutter sollte man aber nicht wechseln.

Das sollte man stattdessen füttern

Individuelle Fütterung: Jeder Hund ist anders. Alter, Größe, Gewicht, Rasse und Bewegung beeinflussen wie viel ein Hund fressen muss. Generell gilt, dass junge Hunde mehr gefüttert werden müssen, weil sie noch wachsen. Ältere Hunde brauchen eine geringere Menge. Junge Hunde sollten jedoch nicht zu energiereich gefüttert werden. Ansonsten wachsen sie zu schnell, was aufs Skelett geht und zu Langzeitschäden führt.
Regelmäßigkeit: Den Hund immer zur selben Zeit zu füttern, bringt Routine in sein Leben. Außerdem sorgt es dafür, dass der Hund nicht ständig etwas zwischendurch bekommt. Das sorgt Überfütterung vor, die auf Dauer zu Gelenkbeschwerden aufgrund des zu hohen Gewichts führen würde. Aus diesem Grund sollten auch Reste entfernt werden, wenn mal Futter übrig bleibt.
An die Flüssigkeitszufuhr denken: Trockenfutter enthält nur etwa 10% Feuchtigkeit. Das ist zu wenig für einen Hund. Stattdessen sollte man ihm immer Wasser zur Verfügung stellen. Andere Getränke sind nicht für Hunde geeignet.
Zeit für die Verdauung lassen: Nach dem Fressen sollte man dem Hund Ruhe gönnen, das hilft ihm bei der Verdauung. So werden Vitamine, Nähr- und Mineralstoffe besser aufgenommen.
Fastentag einlegen: Den Hund einmal in der Woche nicht füttern. Das hilft ihm Reserven aufzubrauchen. Genau wie Wölfe früher in der Natur auch längere Zeit ohne frische Nahrung überleben mussten.

Hundekekse: Der gesunde Snack für zwischendurch

Neben der täglichen Fütterung darf der Hund auch gern mal einen Snack bekommen. Dieser Snack sollte genau wie das Futter frisch und gesund sein. Das heißt, ohne Getreide oder Zusatzstoffe.
Dazu eignen sich Hundekekse. Diese kann man kaufen, aber auch selber machen. Wie immer gilt hier: Kein Getreide, kein Zucker und auch auf andere Gewürze am besten verzichten. Obst und Gemüse dürfen aber mit rein. Mögliche Zutaten sind zum Beispiel: Eier, Spinat, Möhren, Äpfel, Fleisch oder Fisch. Generell kann alles in den Keks, was dem Hund schmeckt.
Das Backen selber ist ganz einfach: Zutaten aussuchen, die dem Hund schmecken, alles in eine Schüssel geben und gut vermischen. Teig eine Weile ruhen lassen, dann in die gewünschte Form bringen und ab in den Backofen damit. Bei 150 bis 180° für 20 bis 30 Minuten backen.
Wichtig ist, dass man die Kekse nach dem Backen trocknen lässt. Je trockener der Keks, desto länger ist er haltbar. Deshalb sollte man bei der Aufbewahrung auch kein Plastik verwenden, sondern lieber Blechkeksdosen oder Stoffsäckchen. So halten die Hundekekse ein paar Wochen. Wurden Fisch und Fleisch verarbeitet, sollte man sie allerdings früher aufbrauchen.
Übrigens: Hundekekse sollten nie warm verfüttert werden. Das führt zu Magenbeschwerden.